Mit dem Modellprogramm „JUGEND STÄRKEN: Aktiv in der Region“ werden die 35 Modellstandorte bei ihren Bemühungen unterstützt, die kommunalen Strukturen für die Anliegen der Jugendhilfe zu stärken und eine lückenlose und durchgängige Förderung anzubieten. Für die Erreichung der Programmziele werden ihnen Monitoring-Instrumente zur Verfügung gestellt, die auf zwei unterschiedlichen Ebenen ansetzen:
- Strukturelle Ebene – betrifft die Arbeit der Lokalen Koordinierungsstelle, die für die strategische Planung, Vernetzung und Abstimmung der Akteure zuständig ist.
- Einzelfallbezogenen Ebene – betrifft die individuelle und passgenaue Förderung von jungen Menschen einerseits im Rahmen der bestehenden Programme „Kompetenzagenturen“, „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ und „Jugendmigrationsdienste“, andererseits im Rahmen der neu initiierten Maßnahmen.
Das Monitoring-System
Das Monitoring-System von „JUGEND STÄRKEN: Aktiv in der Region“ besteht insgesamt aus fünf zentralen Bausteinen:- Umsetzungsmonitoring: unterstützt die Koordinierungsstelle bei der Planung und Steuerung von „Aktiv in der Region“
- Angebotsmonitoring: erfasst alle zielgruppenrelevanten Angebote vor Ort
- Zielgruppenmonitoring: erfasst die gesamte Zielgruppe am Standort
- Mpuls WASKU: erfasst individuelle Teilnehmerdaten in einer elektronischen Fallakte
- Mpuls AiR: führt ausgewählte Falldaten junger Menschen in einer „Meta-Fallakte“ zusammen
Umsetzungs- und Strukturmonitoring
Das Umsetzungsmonitoring unterstützt die Lokalen Koordinierungsstellen bei der Planung und Steuerung von „Aktiv in der Region“. Sie können damit regelmäßig die Fortschritte bei der Erreichung der zentralen Programmziele überprüfen und dokumentieren.Das Strukturmonitoring (Angebots- und Zielgruppenmonitoring) ermöglicht den Koordinatoren und Koordinatorinnen vor Ort eine systematische Erhebung zu den bestehenden Angeboten und den vertretenen Zielgruppen. Dies schafft die Grundlage, um Lücken in der bestehenden Angebotsstruktur zu erkennen und datengestützte Entscheidungen zur Weiterentwicklung der lokalen Angebotslandschaft treffen zu können.
Ein zentraler Bestandteil dieses Monitorings ist der Aufbau einer öffentlich zugänglichen Online-Datenbank, die eine systematische Übersicht über alle zielgruppenrelevanten Angebote und Maßnahmen an den Modellstandorten ermöglicht. Die Bestandsaufnahme der Angebote erfolgt dezentral auf der Ebene der einzelnen Standorte des Modellprogramms, wodurch eine nachhaltige Etablierung auch nach Auslaufen der Prozessbegleitung sichergestellt wird.
Die Modellkommunen werden bei der Anwendung des Struktur- und Umsetzungsmonitorings intensiv im Rahmen der Prozessbegleitung unterstützt.
Teilnehmer-Monitoring
An den Modellstandorten werden durch die bestehenden Programme der Initiative JUGEND STÄRKEN im Rahmen der Einzelfallarbeit mit den jungen Menschen bereits Teilnehmerdaten erhoben. Dies geschieht mit Hilfe von elektronischen Fallakten, die alle auf der identischen technischen Plattform „mpuls - Computerbased Files“ basieren („mpuls“).Die programmbezogenen Fallakten ermöglichen die Dokumentation der Förderplanung, der Planung von Unterstützungsangeboten und der Abschlussbewertung. Sie führen damit zu mehr Klarheit, Zielbezogenheit und Reflexion der eigenen Arbeit.
Für die im Rahmen von „Aktiv in der Region“ neu initiierten Maßnahmen zur individuellen Förderung wurden die bestehenden Fallakten weiterentwickelt zur neuen Fallakte „mpuls WASKU“.
Zukünftig werden die an den Modellstandorten vorhandenen Programm-Fallakten für Planungs- und Steuerungsprozesse in der übergeordneten Meta-Fallakte „mpuls AiR“ zusammengefasst. Dieses Monitoring-Instrument erlaubt, unabhängig von dem jeweiligen Programm in anonymisierter Form Unterstützungsverläufe junger Menschen auszuwerten.
Die ESF-Regiestelle unterstützt die Modellkommunen bei der Einführung von „mpuls WASKU“ und „mpuls AiR“.